Die kubanische Gruppe
hatte ihren Durchbruch 1973 dank ihres Pianisten Chucho Valdés.
Die Band brachte eine handvoll erfahrener Musiker zusammen,
die ihre Instrumente meisterlich beherrschten. Dies erlaubte
ihnen mutige Neuerungen und abwechslungsreiche Improvisationen.
In ihren modernen Arrangements im Latin Jazz-Stil verwenden
sie elektrische Instrumente, allerdings sind ihre Wurzeln
in der afro-kubanischen Musik zu finden. Zu dieser Mischung
kommen fantastische Klaiver-Riffs, die von Thelonious Monks
Bop beeinflusst wurden.
Die Zusammensetzung
wechselte etliche Male, die Band schaffte es aber, ihren hohen
Qualitäts-Standard über die gesamte Zeit zu halten.
Die Gruppe sammelte regelrecht Talente. Viele Stars spielten
hier, bevor sie ihre eigene erfolgreiche Laufbahn in Angriff
nahmen: der Flötist José Luis Cortés, der
später die Band NG
La Banda gründen sollte und Anga Diaz, ein fantastischer
Percussionist, der sich an der Französischen Riviera
niederließ und eine äußerst erfolgreiche
Karriere startete. Der Saxophonist Paquito D'Rivera kehrte
der Band und Kuba während einer Tour durch Spanien den
Rücken und ging in die USA. Der Trompeter Arturo Sandoval
ging 1990 ebenfalls ins US-amerikanische Exil.
Irakere wurde 1967 unter diesem Namen gegründet. Allerdings
hatten die Musiker schon lange zuvor zusammen gearbeitet.
In diesem Jahr nahm die Band an einem Wettbewerb teil, bei
dem die besten Musiker für das Orquesta Cubana de Música
Moderna ausgewählt werden sollten. 1972 war die Band schon
sehr nahe an dem, was 1973 unter dem Name Irakere die Welt
eroberte. Irakere bedeutet auf Yoruba "Wald" und gemäß ihrem Namen
konzentrierte sich ihre Musik auf ihre afro-kubanischen Wurzeln. Duch die Mischung aus Klassik, Impressionismus, Jazz und Rock sowie vielen verschiedenen Kompositions-Techniken schafften
sie es, alle Stile zusammen zu zaubern, darunter Tanzmusik,
Konzertmusik, traditionelle und zeitgenössische kubanische
Musik.
Instrumente
wie die Batá, Abacuá,
Arará, Chequerés,
Erikundis, Maracas,
Claves, Cencerros,
Bongó, Tumbadoras,
Güiro wurden zu einem
Conjunto vereint, eine
Orchesterform, die dem kubanischen Rhythmus eine einzigartige
Art verliehen hatte und auch Irakere einen sehr individuellen
Charakter verlieh. Dazu kamen Kontraste im Gesang, ganz gleich,
ob es sich um Soli oder um Chor-Gesang handelte. Sie verwendeten
auch afrikanische Texte, eine Tradition in der kubanischen
Musik.