Cubanismo
entstand aus dem Wunsch des Trompeters Jesús Alemañy
eine eigene Band zu gründen. Die Band modernisierte die
Musik der traditionellen kubanischen Bands der 50er Jahre,
die von Blasinstrumenten dominiert wurde.
Jesús wurde 1926 in Guanabacoa geboren und fing im
Alter von 13 Jahren an, sich genauer mit Musik zu beschäftigen.
Mit 16 erhielt er ein Angebot von Sierra Maestra, mit denen er über ein Jahrzehnt auf
der Bühne stand.
1992
ging er nach London, wo er anfing nach seiner eigenen musikalischen
Identität zu suchen. Im Dezember 1994 organisierte er
eine Descarga in Paris,
die ein Tribut an die kubanische Conguero-Legende Patato Valdéz
war. Bei diesem Projekt arbeitete er mit dem kubanischen Pianisten
Alfredo Rodríguez zusammen. Zu den Zuschauern gehörte
auch Joe Boyd, der Inhaber von Hannibal Records, der so beeindruckt
war, dass er eine Wiederholung der Show mit Alemañy
in Kuba organisierte.
Dort kamen die beiden
Exil-Kubaner mit einigen der besten Musikern der Insel zusammen,
darunter Irakere Orlando
"Maracas" Valle, Miguel "Anga" Diaz und
Carlos Alvarez, der Percussionist "Tata Güines",
Carlito Puerto, der Son de Cuba Bassist Carlos del Puerto,
der Posaunist Louis Alemany und Louis Alemany Jr, Jesús
Alemañys Onkel und Cousin.
Die
Aufnahme dieser Show wurde 1996 veröffentlicht und was
ursprünglich nur als Tribut an die kubanische Musik gedacht
war wurde ein gigantischer Erfolg. Deshalb arbeiteten Alemañy
und die anderen weiterhin unter dem Namen Cubanismo zusammen.
Sowohl
zu "Malembe" als auch zu "Reencarnación"
gab es Welttourneen. Beides hatte einen so großen Erfolg,
dass Cubanismo zu einem der größten Exportschlager
Kubas wurde